Ein Einbrecher ist in der Nacht zu Sonntag, 25. Oktober, gewaltsam in ein Einfamilienhaus in der Straße Am Wildgatter eingedrungen. Der Bewohner war zu Hause und machte durch lautes Rufen auf sich aufmerksam. Daraufhin flüchtete der Täter. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde nichts gestohlen.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Einbruch gegen 3 Uhr. Mindestens ein bislang Unbekannter verschaffte sich gewaltsam Zugang zu dem Haus. Wie er hineingelangte und wohin er anschließend flüchtete, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Polizei bittet Anwohner, Kameraaufnahmen zu prüfen
Die Polizei Hildesheim sucht Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen, Fahrzeuge oder andere Auffälligkeiten im Umfeld des Tatortes beobachtet haben. Hinweise nimmt sie unter 05121/939-115 entgegen.
Anwohner werden außerdem gebeten, mögliche Aufzeichnungen ihrer Überwachungs- oder Türklingelkameras zu sichten. Auch auf Aufnahmen des eigenen Grundstücks könnte der flüchtige Täter zu sehen sein.
Frühe Dunkelheit erleichtert Einbrechern das Vorgehen
Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, nach der Zeitumstellung vor einer erhöhten Einbruchsgefahr zu warnen. Der Einbruch am Wildgatter geschah zwar in den frühen Morgenstunden. Die nun früher einsetzende Dunkelheit nutzen Täter nach Erfahrung der Polizei aber insbesondere am späten Nachmittag und frühen Abend, um möglichst unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzudringen.
Deshalb sollten Haus- und Wohnungstüren auch bei kurzer Abwesenheit abgeschlossen werden. Fenster gehören vollständig geschlossen: Ein gekipptes Fenster bietet keinen wirksamen Schutz vor Einbrechern.
Zeitschaltuhren oder eine intelligente Beleuchtung können während der Abwesenheit den Eindruck vermitteln, dass jemand zu Hause ist. Öffentlich sichtbare Hinweise auf Urlaubsreisen oder längere Abwesenheiten in sozialen Netzwerken sollten dagegen vermieden werden.
Zusätzliche Sicherungen können Täter aufhalten
Die Polizei empfiehlt außerdem mechanischen Einbruchschutz. Einbruchhemmende Fensterbeschläge, Zusatzsicherungen und stabile Türverriegelungen erschweren das Eindringen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen schlecht einsehbare Fenster und Terrassentüren.
Nach Angaben der Polizei wählen Einbrecher häufig den Weg des geringsten Widerstands. Schon wenige zusätzliche Minuten, die sie zum Überwinden einer Sicherung benötigen, können dazu führen, dass sie ihren Versuch abbrechen.
Auch Nachbarn können helfen, indem sie auf ungewöhnliche Vorgänge achten und bei längerer Abwesenheit benachbarte Grundstücke im Blick behalten. Wer eine akut verdächtige Situation beobachtet, sollte die 110 wählen und sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.
Kostenlose und produktneutrale Empfehlungen zum Einbruchschutz bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen. Weitere Informationen gibt es unter www.k-einbruch.de.
