Ein Brand in einem Sägewerk in Eitzum hat am Donnerstag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Gegen 13 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Das Feuer war im Bereich des Daches ausgebrochen und hatte sich anschließend unter der Dachhaut ausgebreitet.

Nach den Informationen von der Einsatzstelle waren zuvor Reparaturarbeiten am Dach durchgeführt worden. Dabei sollen Dachdecker ein Brenngerät eingesetzt haben. Die Arbeiter bemerkten den Brand und unternahmen zunächst eigene Löschversuche. Beim Eintreffen der Feuerwehr brachen sie diese jedoch ab und überließen den Einsatzkräften die Brandbekämpfung.

Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Dachkonstruktion gefressen und war auf einen darunterliegenden Raum übergegriffen. Dieser brannte vollständig aus. Was sich in dem Raum befand, war zunächst nicht bekannt. Gleichzeitig breitete sich das Feuer unter der Dachhaut weiter aus und sorgte für einen aufwendigen Löscheinsatz.

Zwei Drehleitern öffnen die Dachhaut

Insgesamt waren 119 Einsatzkräfte vor Ort. 33 Feuerwehrleute mussten unter Atemschutz eingesetzt werden. Die Drehleitern aus Gronau und Alfeld gingen an unterschiedlichen Stellen in Position. Von dort aus öffneten die Einsatzkräfte die Dachhaut, um verborgene Brandstellen aufzuspüren und gezielt abzulöschen.

Für die Brandbekämpfung wurden vier Löschwasserleitungen aufgebaut: jeweils eine Leitung zu den beiden Drehleitern, eine weitere für den Innenangriff sowie eine Reserveleitung.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Gronau (Leine), Despetal, Wallenstedt, Betheln, Rheden und Alfeld (Leine). Die Feuerwehr Alfeld rückte unter anderem mit einer Drehleiter und einem Tanklöschfahrzeug an. Außerdem unterstützten die Feuerwehrtechnische Zentrale aus Groß Düngen sowie der Rettungsdienst den Einsatz.

Übung bereitete Feuerwehr auf Einsatz vor

Einsatzleiter Eike Knappe zeigte sich mit dem Verlauf der Löscharbeiten zufrieden. Erst am Dienstag hätten die Feuerwehrleute ein nahezu identisches Szenario geübt. „Alle Einsatzkräfte wussten genau, was sie tun“, sagte Knappe.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Zur offiziellen Brandursache wollte sie sich zunächst nicht äußern. Ob die Dacharbeiten und der Einsatz des Brenngeräts tatsächlich ursächlich für das Feuer waren, ist damit Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Verletzt wurde nach den bisherigen Informationen niemand.