Blaulicht, Einsatzfahrzeuge und moderne Technik haben am Samstag die Ziegelmasch in Alfeld geprägt. Bei der ersten Alfelder Blaulichtmeile präsentierten zahlreiche Organisationen ihre Arbeit. Die Veranstalter rechneten im Tagesverlauf mit mehreren Tausend Besuchern. Eine genaue Zählung war allerdings kaum möglich, da das Publikum fortlaufend kam und ging.
Auf dem Gelände waren unter anderem die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Polizei, die Bundeswehr, der Zoll und der Rettungsdienst vertreten. Außerdem beteiligten sich die Straßenmeisterei Gronau, die Stadt Alfeld und das Überlandwerk Leinetal an der Veranstaltung.
Fahrzeuge und moderne Technik aus nächster Nähe
Die Organisationen präsentierten zahlreiche Fahrzeuge sowie moderne Technik aus ihren jeweiligen Aufgabenbereichen. Besucher konnten sich die Ausrüstung aus nächster Nähe ansehen, Fragen stellen und direkt mit den Einsatzkräften ins Gespräch kommen.
Zu den auffälligsten Angeboten gehörte ein privat betriebener Hubschrauber. Mit diesem wurden Rundflüge über die Region angeboten. Ein Flug kostete 70 Euro pro Person.
Einsatzkräfte schneiden eingeklemmte Person aus einem Auto
Mehrere Vorführungen gaben den Besuchern einen Einblick in die Arbeit der Einsatzkräfte. Bei einem simulierten Pkw-Brand demonstrierte die Feuerwehr die Brandbekämpfung. In einem weiteren Szenario wurde die Rettung einer eingeklemmten Person aus einem Fahrzeug gezeigt. Dabei kamen hydraulische Rettungsgeräte wie Schere und Spreizer zum Einsatz.
Auch die besonderen Herausforderungen beim Brand eines Elektroautos wurden thematisiert. Die Einsatzkräfte demonstrierten den Einsatz einer Löschlanze, mit der Löschwasser gezielt in den Akku eines brennenden Elektrofahrzeugs eingebracht werden kann.
Eine Sandsackfüllstation zeigte außerdem, wie bei Hochwasser oder Starkregenereignissen in kurzer Zeit größere Mengen Sandsäcke vorbereitet werden können.
Sandsäcke selbst befüllen und mitnehmen
Die Besucher konnten nicht nur zuschauen, sondern auch selbst aktiv werden. An der Sandsackfüllstation durften sie eigene Sandsäcke befüllen und anschließend mit nach Hause nehmen. Das Angebot vermittelte anschaulich, wie körperlich anstrengend diese Arbeit bei einem längeren Einsatz sein kann.
Insbesondere die große Zahl unterschiedlicher Fahrzeuge sorgte für Begeisterung. „Wir sind überrascht, wie viele Autos hier stehen. Die Hilfsorganisationen machen einen richtig wichtigen Job“, sagte die 43-jährige Christiane aus Alfeld.
Zwei Jahre Vorbereitung für einen Veranstaltungstag
Die Hauptorganisation der Blaulichtmeile lag bei Alfelds Stadtbrandmeister Patrick Gensecke. Zahlreiche Ehrenamtliche waren an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt.
„Zwei Jahre Vorbereitungszeit haben sich gelohnt. Viele Ehrenamtliche haben hier mitgewirkt und diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht“, sagte Gensecke.
Die Beteiligten hatten sich lange auf die Veranstaltung gefreut und waren mit viel Spaß und Engagement dabei. Nach zwei Jahren Planung und Vorbereitung fiel die Bilanz der Premiere durchweg positiv aus.
Vermisster Junge schnell wieder bei seinen Eltern
Wie selbstverständlich die verschiedenen Organisationen zusammenarbeiteten, zeigte sich auch abseits der Vorführungen. Das Deutsche Rote Kreuz nahm einen kleinen Jungen auf, der seine Eltern suchte. Noch bevor eine Durchsage über die Lautsprecher erfolgen musste, konnten Kind und Eltern wieder zusammengebracht werden.
Größere Zwischenfälle wurden während der Veranstaltung nicht bekannt.
Eine Wiederholung ist denkbar – aber nicht im nächsten Jahr
Eine jährliche Blaulichtmeile ist zunächst nicht geplant. Aufgrund des erheblichen organisatorischen Aufwands könnte eine Veranstaltung dieser Größenordnung möglicherweise in fünf bis zehn Jahren wiederholt werden.
Die Premiere wurde von den Verantwortlichen dennoch als voller Erfolg bewertet. Die lange Vorbereitungszeit, das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher und die positive Resonanz der Besucher hätten sich gelohnt.

