Großfeuer in Wohngebäude: Ein Feuerwehrmann verletzt

23.06.2026 02:46 · Gronau (Leine)

Ein Großbrand hat in der Nacht einen Großeinsatz von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Mehrere Dachstühle gerieten in Brand, die Alarmstufe wurde bis auf B4 erhöht. Vier Familien mussten ihre Häuser verlassen, ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Bei einem Großbrand ist es in der Nacht zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz gekommen. Ursprünglich wurden die Einsatzkräfte um 22:55 Uhr mit dem Stichwort „B2 – mehrere Dachstühle brennen“ alarmiert.

Der ersteintreffende Brandmeister vom Dienst erreichte die Einsatzstelle gegen 22:58 Uhr. Bereits um 22:59 Uhr musste aufgrund der vorgefundenen Lage die Alarmstufe auf B3 erhöht werden. Nachdem sich das Feuer weiter ausbreitete und ein Dachstuhl in Vollbrand stand, erfolgte um 23:12 Uhr eine weitere Alarmstufenerhöhung auf B4. Zusätzlich wurde eine zweite Drehleiter zur Einsatzstelle alarmiert.

Im Einsatz befanden sich zahlreiche Feuerwehren aus der Region, darunter der vierte Zug Gronau, der zweite Zug Despetal-Betheln, der erste Zug Banteln-Betheln sowie die Ortsfeuerwehr Alfeld mit ihrer Drehleiter. Ebenfalls vor Ort waren der Kreisbrandmeister und dessen Stellvertreter, der Gemeindebrandmeister, das THW Elze mit einer Drohne zur Lageerkundung aus der Luft, die Polizei sowie die Überlandwerke Leinetal. Zur Absicherung der Einsatzkräfte wurden außerdem ein Rettungswagen sowie der erweiterte Rettungsdienst alarmiert.

Nach ersten Erkenntnissen wurde die vom Brand betroffene Wohnung als Monteursunterkunft genutzt. Ob die Wohnung direkt unter dem brennenden Dachstuhl zum Zeitpunkt des Brandes tatsächlich bewohnt war, konnte während des Einsatzes zunächst nicht geklärt werden. Angaben zur genauen Zahl der Bewohner lagen zunächst nicht vor.

Vier Familien aus angrenzenden Häusern mussten ihre Wohnungen vorsorglich verlassen. Sie kamen eigenständig anderweitig unter. Wo sie die Nacht verbrachten, war den Einsatzkräften zunächst nicht bekannt.

Im Verlauf des Brandes griff das Feuer auf den Dachstuhl eines benachbarten Gebäudes über. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte dieser Brand jedoch rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden, sodass eine weitere Ausbreitung verhindert wurde.

Ein Feuerwehrmann wurde während der Löscharbeiten verletzt. Nach ersten Informationen traf ihn ein herabfallender Dachziegel am Arm. Er wurde medizinisch versorgt. Weitere Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Löscharbeiten sowie umfangreiche Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nachtstunden an.

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