Der geplante Zusammenschluss der beiden Handwerkskammern rückt näher. Die niedersächsische Landesregierung hat am Dienstag, 29. September, den Entwurf einer Verordnung zur Beteiligung der betroffenen Verbände freigegeben.
Die Verordnung soll die Fusion rechtlich umsetzen. Die gemeinsame Organisation soll künftig den Namen „Handwerkskammer Braunschweig-Hildesheim-Lüneburg-Stade“ tragen und zum 1. Januar 2027 entstehen.
Angebote sollen in der Fläche erhalten bleiben
Nach Angaben der Landesregierung soll der Zusammenschluss die handwerkliche Selbstverwaltung langfristig stärken. Die beiden Kammern wollen ihre Strukturen bündeln, Synergien nutzen und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verbessern.
Ihre bisherigen Aufgaben sollen weiterhin im gesamten Kammerbezirk angeboten werden. Dazu zählen die berufliche Bildung, das Prüfungswesen, die Beratung der Mitgliedsbetriebe und die Vertretung der politischen und wirtschaftlichen Interessen des Handwerks.
Kammern haben Zusammenschluss angestoßen
Die Initiative zur Fusion ging nach Angaben des Landes von den beiden Handwerkskammern aus.
„Die Fusion ist ein eigener Wunsch der beteiligten Handwerkskammern. Mit der Errichtungsverordnung setzen wir diesen Wunsch rechtssicher um“, erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. Der Zusammenschluss schaffe gute Voraussetzungen dafür, dass die handwerkliche Selbstverwaltung ihre Aufgaben weiterhin nah an den Bedürfnissen der Betriebe erfüllen könne.
Bevor die Landesregierung abschließend über die Verordnung entscheidet, können die betroffenen Verbände zu dem Entwurf Stellung nehmen. Anschließend soll die Vorlage zur endgültigen Beschlussfassung in das Kabinett eingebracht werden.

