Konzerte, Workshops, eine offene Bühne und ein geschützter Raum ohne Diskriminierung: Am Samstag, 5. September, findet von 16 bis 22 Uhr auf dem AWO-Jugendplatz erstmals das „Gemeinsam Laut Festival“ statt. Das Besondere daran: Jugendliche und junge Erwachsene haben das Festival von der ersten Idee bis zur Umsetzung weitgehend selbst gestaltet.
Zum festen Organisationsteam gehören fünf junge Menschen. Darüber hinaus beteiligten sich weitere Jugendliche bei einzelnen Treffen und brachten eigene Ideen ein. Am Veranstaltungstag werden rund 40 Helferinnen und Helfer im Einsatz sein. Dazu zählen auch die Mitwirkenden, die verschiedene Workshops anbieten.
Unterstützt werden die Jugendlichen durch den Cluster e. V. Der Verein übernimmt Aufgaben der Jugendhilfe sowie die organisatorische Begleitung und Ausrichtung des Festivals. Auch der Förderantrag wurde durch Cluster e. V. gestellt. Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung durch die Jugendstiftung der Sparkasse für die Region Hildesheim, die Heinrich-Dammann-Stiftung und das Förderprogramm „MEHR“.
Ein genaues Veranstaltungsbudget wurde nicht genannt. Die Organisatoren rechnen mit etwa 100 bis 300 Besucherinnen und Besuchern. Der Eintritt ist kostenlos, die Veranstaltung barrierefrei und nicht kommerziell.
Zum Programm gehören Konzerte, eine Open Stage, Workshops, Informationsstände und Verpflegung. Unter anderem sind Auftritte von No Twins sowie Connect and Growth angekündigt. Weitere Musiker, Workshops und beteiligte Organisationen werden auf dem Instagram-Kanal des Festivals vorgestellt.
Awareness-Konzept gegen Diskriminierung
Ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung ist das sogenannte Awareness-Konzept. Das Festival soll einen möglichst diskriminierungsfreien Raum schaffen, in dem sich Jugendliche sicher und willkommen fühlen können.
Auf dem Gelände sollen Aushänge über die geltenden Verhaltensregeln informieren. Zudem sind Codewörter vorgesehen, mit denen sich Besucherinnen und Besucher bemerkbar machen können, wenn sie diskriminiert werden oder sich in einer Situation unwohl beziehungsweise unsicher fühlen. Ansprechpartner sollen ihnen dann Unterstützung anbieten.
Im Vorfeld wurden nach Angaben der Organisatoren auch Schulen angeschrieben, um weiteren Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich an den Vorbereitungen zu beteiligen. Die Resonanz der Schulen sei allerdings gering bis gar nicht vorhanden gewesen.
Ob das „Gemeinsam Laut Festival“ im kommenden Jahr fortgesetzt wird, ist noch offen. Entscheidend ist zunächst, wie die Premiere angenommen wird. Vor allem hängt eine Wiederholung aber von den Jugendlichen selbst ab: Das Festival versteht sich ausdrücklich als Veranstaltung von Jugendlichen für Jugendliche – und soll nur fortgeführt werden, wenn junge Menschen daran erneut mitwirken möchten.
Termin: Samstag, 5. September 2026, 16 bis 22 Uhr
Ort: AWO-Jugendplatz Hildesheim
Eintritt: kostenlos

