Oberleitung reißt bei Rösing – Bahnverkehr zwischen Hannover und Hildesheim stark eingeschränkt
05.04.2026 13:00 · Rössing (Niedersachsen)
Nach einem Oberleitungsschaden bei Rösingist die wichtige Bahnstrecke zwischen Hannover und Hildesheim weiterhin gesperrt. Eine S-Bahn mit rund 290 Fahrgästen musste evakuiert werden. Die Reparatur gestaltet sich aufwendig – ein neuer Mast muss gesetzt und über einen Kilometer Oberleitung erneuert werden.
Nach einer schweren Störung an der Oberleitung kommt es im Raum Hildesheim weiterhin zu erheblichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr. Besonders betroffen ist der Abschnitt zwischen Emmerke und Rössing in der Gemeinde Nordstemmen.
Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, ereignete sich der Schaden am Samstagnachmittag gegen 15:50 Uhr. Während der Fahrt soll die Oberleitung gerissen sein, wodurch eine S-Bahn der Linie S4 auf freier Strecke zum Stehen kam. An Bord befanden sich rund 290 Fahrgäste.
Die Situation machte einen größeren Einsatz erforderlich: Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Nordstemmen evakuierten die Reisenden und brachten sie in bereitgestellte Busse. Auch ein nachfolgender Regionalzug (RB77) konnte nicht weiterfahren und musste später ebenfalls geräumt werden. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.
Der Zugverkehr bleibt in dem betroffenen Bereich weiterhin stark eingeschränkt. Die Strecke zwischen Hannover Messe/Laatzen und Hildesheim Hauptbahnhof ist nach wie vor gesperrt. Die S-Bahn-Linie S4 fährt aktuell nur bis Barnten und wird von dort nach Nordstemmen umgeleitet, wo die Züge wenden.
Als Ersatz wurde ein angepasstes Verkehrskonzept eingerichtet: Zwischen Nordstemmen und Hildesheim besteht Anschluss an die RB77, zudem verkehren Ersatzbusse. Reisende müssen jedoch weiterhin mit Verzögerungen und längeren Umsteigezeiten rechnen.
Die Reparaturarbeiten gestalten sich aufwendig: Nach Angaben der Bahn muss ein neuer Oberleitungsmast errichtet und auf einer Strecke von mehr als einem Kilometer die Oberleitung vollständig erneuert werden. Ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des regulären Betriebs ist derzeit nicht absehbar.
Fahrgäste sollten sich vor Reiseantritt unbedingt über aktuelle Verbindungen informieren, da weiterhin mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen ist.
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