Was im Ernstfall schnell und sicher funktionieren muss, braucht vorher Übung. Rund um das Dorfgemeinschaftshaus und das Jugendzentrum in Sibbesse hat die Verfügungseinheit der Polizei Hildesheim am Mittwoch, 16. September, mehrere Einsatzlagen trainiert. Auch der Rettungsdienst und Mitarbeitende der Gemeinde Sibbesse waren daran beteiligt.

Im Mittelpunkt standen Situationen, in denen Polizeikräfte auf eine sich verändernde Lage reagieren müssen. Solche Abläufe lassen sich nur begrenzt am Schreibtisch vorbereiten: Vor Ort müssen die Beteiligten Entscheidungen treffen, miteinander kommunizieren und ihre nächsten Schritte aufeinander abstimmen. Die Übung in Sibbesse gab ihnen Gelegenheit, genau das unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Versorgung von Verletzten gehörte zur Übung

Neben den polizeilichen Abläufen stand die Erstversorgung verletzter Personen auf dem Programm. Gerade in unübersichtlichen Situationen kann es darauf ankommen, dass Einsatzkräfte medizinische Hilfe einleiten, während parallel weitere Maßnahmen laufen. Durch die Beteiligung des Rettungsdienstes konnten die Abläufe zwischen den Einsatzkräften ebenfalls geübt werden.

Die Gemeinde Sibbesse unterstützte die Übung mit Mitarbeitenden. Als Übungsorte dienten der Bereich des Dorfgemeinschaftshauses und des Jugendzentrums. Welche konkreten Szenarien dort durchgespielt wurden, teilte die Polizei nicht mit.

Für Christian Bomert, Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim, ist das Training unter realitätsnahen Bedingungen ein wichtiger Teil der Vorbereitung: „Mir ist wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen unter möglichst realistischen Bedingungen üben können, damit sie im Ernstfall professionell sowie sicher agieren und die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich schützen können.“

Die Übung sollte den Einsatzkräften helfen, ihre Handlungsabläufe für den Ernstfall zu vertiefen. Zugleich konnten Polizei, Rettungsdienst und Gemeinde die Zusammenarbeit vor Ort erproben.