Der Streit um die Ausstattung und Erreichbarkeit des Rettungsdienstes im Landkreis Hildesheim geht weiter. Nachdem die CDU-Kreistagsfraktion Verbesserungen beim Rettungsdienst gefordert hatte, sind entsprechende Anträge in der Kreistagssitzung am Donnerstag 29. Oktober abgelehnt worden. Das teilt die CDU-Fraktion in einer Pressemitteilung mit.
CDU wollte Streichung von zwölf Rettungswagen rückgängig machen
Konkret hatte die CDU gefordert, die zum 1. Juli 2026 vorgenommene Reduzierung von zwölf der insgesamt 30 Rettungswagen rückgängig zu machen. Dabei handelt es sich laut CDU um Fahrzeuge, die als mobile Intensivstationen ausgestattet und mit besonders qualifizierten Notfallsanitätern besetzt sind.
Die Kreistagsfraktion wollte damit erreichen, dass diese Rettungsmittel wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen.
15-Minuten-Eintreffzeit soll überall eingehalten werden
Ein weiterer Bestandteil der CDU-Anträge betraf die Erreichbarkeit der Rettungsdienste. Nach Vorstellung der Fraktion sollte die Planung der Rettungsmittel so angepasst werden, dass die Eintreffzeit von 15 Minuten in sämtlichen Orten des Landkreises zuverlässig eingehalten werden kann.
Dafür hatte die CDU unter anderem zusätzliche Rettungswachen, temporär eingerichtete Rettungswachen sowie weitere Rettungswagen vorgeschlagen.
Kreistagsmehrheit lehnt Anträge ab
Nach Angaben der CDU-Kreistagsfraktion wurden sämtliche entsprechenden Anträge in der Sitzung am 29. Oktober von der Kreistagsmehrheit aus SPD und Grünen abgelehnt.
Die CDU kritisiert damit die Entscheidung, sowohl die Rücknahme der Fahrzeugreduzierung als auch eine entsprechende Anpassung der Rettungsdienstplanung nicht weiterzuverfolgen.

