Der Rettungssanitäter aus Bad Salzdetfurth will verstehen, wie Notfallhilfe unter anderen Bedingungen funktioniert. Nach seiner Rückkehr möchte er prüfen, ob er von Deutschland aus Unterstützung für die Organisation gewinnen kann. Für die Reise sammelt er Spenden.

Seit 2018 arbeitet Markus Bugiel hauptberuflich bei einem größeren deutschen Rettungsdienst. Er ist ausgebildeter Rettungssanitäter und absolviert derzeit berufsbegleitend die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Ehrenamtlich engagiert er sich beim Deutschen Roten Kreuz, unter anderem im Katastrophenschutz. Menschen in schwierigen Situationen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen, habe ihn über die Jahre persönlich geprägt.

Schon länger träumt Bugiel davon, nach Thailand zu reisen. Er möchte das Land jedoch nicht nur als Urlauber kennenlernen. Ihn interessiert, wie Einsatzkräfte vor Ort arbeiten und welche Herausforderungen die Notfallversorgung in einer Region mit anderen finanziellen Voraussetzungen mit sich bringt. Auch die Frage, was geschieht, wenn Menschen sich medizinische Leistungen nicht ohne Weiteres leisten können, beschäftigt ihn.

Erste Kontakte nach Udon Thani bestehen

Für seinen Aufenthalt vom 9. bis zum 31. Januar 2027 möchte Bugiel Inter Ambulance Udon Thani besuchen. Zum Betreiber der Organisation, einem nach Thailand ausgewanderten Deutschen, bestehen bereits erste Kontakte. In welchem Rahmen Bugiel hospitieren oder Einsatzkräfte begleiten kann, wird noch geklärt.

Zunächst will er beobachten, zuhören und verstehen: Wie ist der Rettungsdienst organisiert? Welche Fahrzeuge und Materialien stehen zur Verfügung? Wie werden die Einsatzkräfte ausgebildet, und welche Unterstützung benötigen sie?

Seine deutsche Qualifikation als Rettungssanitäter berechtigt Bugiel nicht automatisch dazu, in Thailand medizinische Aufgaben zu übernehmen. Was vor Ort möglich und erlaubt ist, möchte er deshalb im Voraus mit der Organisation besprechen.

Mit dem Ende der Reise soll das Vorhaben für Bugiel nicht zwangsläufig abgeschlossen sein. Wenn er die Arbeit und den konkreten Bedarf vor Ort kennengelernt hat, möchte er nach seiner Rückkehr in Deutschland für Unterstützung werben. Ob und in welcher Form das möglich ist, will er anhand seiner Erfahrungen entscheiden.

Nicht benötigte Spenden gehen an die Organisation

Für Flug, Unterkunft, Versicherungen und Fahrten vor Ort bittet Bugiel um Spenden. Eine genaue Kostenaufstellung will er veröffentlichen, sobald die weitere Reiseplanung feststeht.

Für die Verwendung des Geldes hat er zudem eine Regelung genannt: Sollte die Reise nicht stattfinden, geht die gesamte gesammelte Summe an Inter Ambulance Udon Thani. Findet sie statt, wird alles, was nach Begleichung der Reisekosten übrig bleibt, ebenfalls an die Organisation gespendet.

Um Unterstützung zu bitten, falle ihm nicht leicht, sagt Bugiel. Er wisse, dass viele Menschen und Projekte ebenfalls auf Hilfe angewiesen seien. Niemand solle sich zu einer Spende verpflichtet fühlen. Wer die Aktion teile, könne ihn ebenfalls unterstützen.

Für Bugiel verbindet die geplante Reise einen persönlichen Traum mit der Chance, von Rettungskräften in einem anderen Land zu lernen. Was daraus über seinen Aufenthalt im Januar 2027 hinaus entsteht, will er entscheiden, wenn er die Menschen, ihre Arbeit und ihren Bedarf kennengelernt hat.

Der Link zur Spendenaktion: https://gofund.me/7b3b3cddf