Schwefelsäure ausgetreten – Großaufgebot bei Gefahrguteinsatz in Harsum
10.07.2026 16:43 · Harsum (Niedersachsen)
Ein massiver Austritt von rund 16.000 Litern Schwefelsäure hat am Freitag einen Großeinsatz im Gewerbegebiet Harsum ausgelöst. Fünf Menschen wurden verletzt, das gesamte Gewerbegebiet evakuiert und Spezialkräfte aus der Region sowie der chemischen Industrie zur Unterstützung angefordert.
Ein Gefahrgutunfall auf dem Gelände eines Chemieunternehmens im Gewerbegebiet Harsum hat am Freitag einen stundenlangen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Spezialkräften ausgelöst. Beim Umfüllen von Schwefelsäure aus einem Tanklastzug in eine Lagertankanlage kam es gegen 8 Uhr zu einem massiven Produktaustritt.
Nach aktuellen Angaben traten rund 16.000 Liter Schwefelsäure aus. Zu Beginn des Einsatzes waren die Einsatzkräfte noch von einer deutlich geringeren Menge ausgegangen. Mit zunehmender Erkundung musste die Lage neu bewertet und der Einsatz entsprechend ausgeweitet werden.
Fünf Personen wurden durch den Vorfall verletzt und vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach Angaben der Polizei konnten alle Betroffenen die Kliniken im Laufe des Nachmittags wieder verlassen.
Aufgrund der Gefahrenlage evakuierten Feuerwehr und Polizei vorsorglich das gesamte Gewerbegebiet. Mehrere Unternehmen mussten ihren Betrieb einstellen. Für betroffene Anwohner richtete die Gemeinde Harsum eine Notunterkunft in der Sporthalle der Grundschule Harsum ein. Zudem wurden die Menschen im Umfeld aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Rund um das Gewerbegebiet kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und zahlreichen Straßensperrungen.
Zur Bewältigung des Einsatzes wurden neben den örtlichen Feuerwehren auch die Gefahrgutzüge und der ABC-Zug des Landkreises alarmiert. Darüber hinaus unterstützten Spezialisten des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems (TUIS) der chemischen Industrie sowie die Werksfeuerwehr des Unternehmens Honeywell aus Seelze die Einsatzmaßnahmen.
Die Ursache des Austritts sowie die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand weiterer Ermittlungen.
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