Drei Autos kollidieren auf der A7
Bockenem. Zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Verkehrsunfälle haben am Sonntagabend auf der A7 für einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt. Der erste Unfall ereignete sich gegen 20 Uhr.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein 29 Jahre alter Opel-Fahrer aus dem Heidekreis auf dem Hauptfahrstreifen. Als er bemerkte, dass das vorausfahrende Fahrzeug langsamer unterwegs war als erwartet, zog er nach links. Dort befand sich ein VW Tiguan, dessen 59 Jahre alter Fahrer aus der Wedemark auszuweichen versuchte.
Der Tiguan geriet ins Schleudern und kollidierte anschließend mit einem weiteren Opel. Dieser wurde von einer 62 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Cuxhaven gefahren.
Drei Menschen leicht verletzt
Der Tiguan-Fahrer und seine 58-jährige Ehefrau erlitten leichte Verletzungen. Auch die 62-jährige Opel-Fahrerin wurde leicht verletzt.
Im ersten Opel befanden sich neben dem 29-jährigen Fahrer dessen Ehefrau und ihre kleinen Kinder. Sie blieben nach bisherigen Informationen unverletzt.
Die Unfallstelle erstreckte sich aufgrund zahlreicher Trümmerteile über eine Länge von rund 1,2 Kilometern. Die A7 musste gesperrt werden. Die Feuerwehr Bockenem sicherte die Einsatzstelle und unterstützte bei den Aufräumarbeiten. Auch ein Rettungswagen aus Salzgitter war im Einsatz.
Folgeunfall am entstandenen Stauende
Wenig später ereignete sich am Ende des entstandenen Staus ein weiterer Unfall. Ein mit drei Personen besetzter Kia aus Berlin war auf dem zweiten Überholfahrstreifen unterwegs.
Als der 45 Jahre alte Fahrer das Stauende bemerkte und abbremste, touchierte der Kia einen Ford Tourneo. Anschließend geriet der Kia auf den mittleren Fahrstreifen und prallte dort gegen den Anhänger eines Skoda.
Der Ford wurde von einer 41 Jahre alten Frau gefahren. In dem Fahrzeug befanden sich insgesamt acht Menschen aus Hamburg, die sich auf der Rückreise aus der Schweiz befanden.
Am Steuer des Skoda saß ein 46 Jahre alter Mann aus Schlüchtern. Er war auf dem Weg nach Hamburg, um dort ein Motorrad abzuholen. Das Motorrad sollte mit dem Anhänger transportiert werden.
MANV wegen zahlreicher Beteiligter ausgelöst
Aufgrund der großen Zahl beteiligter Personen lösten die Einsatzkräfte einen Massenanfall von Verletzten, kurz MANV, aus. Der Rettungsdienst untersuchte und versorgte die Betroffenen an der Unfallstelle.
Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte hielten Fahrer von drei weiteren Autos an und leisteten Erste Hilfe.
Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle aus und unterstützte die Rettungs- und Bergungsarbeiten. Der Ford blieb fahrbereit. Der Kia und der Skoda mussten abgeschleppt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zu beiden Unfallhergängen aufgenommen.

